Allgemeines
| Tremolo mit Konzertgitarre |
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| Geschrieben von: winni |
| Samstag, 19. Juni 2010 um 15:53 |
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Einige Betrachtungen und Anmerkungen zum Thema Tremolo (bestimmt nicht vollständig) Für viele ist das Tremolo beim Gitarrenspiel auf einige wenige Stücke beschränkt- auf jeden Fall Recuerdos...weshalb dieses Stück oft als Maßstab angelegt wird. Bei einer anderen Stilrichtung, dem Flamenco, wird das Tremolo in vielen Stücken gefordert / gespielt- Farruca, Alegrias, Soleares, sogar Bulerias. Die verschiedenen Anschlagstechniken oder Reihenfolgen sind je nach Spieler unterschiedlich und manchmal (bei den Live-Festivals zu hören) recht ruppig. Generell wird (bis auf Ausnahmen) nur eine Variante gelernt und dann für alle Stücke beibehalten. Das ist schade-denn bei den normalen Anschlägen variiert man schließlich auch. Alles das ist beim Tremolo mit etwas Aufwand auch möglich. Natürlich kann jeder seine Vorlieben ausleben und seine Möglichkeiten betreff „seiner“ Stilrichtung anpassen. Vorab: Ohne jahrelanges Training geht es nicht. Kurz mal probieren reicht nicht aus- erst das schnellere Tremolo klingt. Das Tremolo an sich stellt ja so etwas wie eine Königsklasse der Spieltechnik dar: alle Finger sind beteiligt (kleiner Finger seltener). Gleichzeitig wird höchste Präzision verlangt: Lautstärke, Schnelligkeit, Sauberkeit. Nebengeräusche sind je nach Anschlagsart minimierbar, aber für den normalen Hobby-Spieler kaum zu vermeiden. Tremolo muß mit lockerster Körper- und Handhaltung gespielt werden. Bei einigen Spielern ist eine Verkrampfung leicht sichtbar: Kleiner Finger wird in unschönem Winkel angezogen (klassisches Tremolo), hochgezogene Schulter(n), Hochziehen eines Fußes (der sollte eigentlich den Takt schlagen und bleibt dann oben), Kopf sinkt immer weiter zum Schalloch. Oder ein maskenhaft starres Gesicht. Ich nehme mich da auch nicht immer aus! Beim Auftritt ein leichtes Lächeln vor dem ersten Anschlag-- entspannt etwas. Mögliche Anschlagsarten: Fingeranschläge: Freier Anschlag: Nur die Spitze der Finger (Nagel) berührt die Saiten (hell, klar). Nur die Kuppen berühren die Saiten (leise). Finger und Kuppen berühren die Saiten (hell). Stützanschlag: Jeder Finger schlägt apoyando an- sehr lautes Tremolo möglich, etwas „behindert“ wenn man Nachbarsaiten mit dem Daumen anschlagen möchte. Grundsätzlich gleiche Geschwindigkeit wie normales Tremolo möglich nach etwas Üben. Allerdings ganz so schnell habe ich es noch nicht gehört. Stakkato: Vor dem Anschlag wird der vorherige Ton abgedämpft. Bei dem klassischen Tremolo schwierig zu realisieren- der letzte Fingeranschlag klingt meistens weiter und dadurch wird der unrunde Effekt der Anschlagsfolge noch verstärkt. Eher geeignet für fortlaufendes Tremolo, wenn der Daumen mit einem Finger zusammen anschlägt, 2er, 3er oder 4er (z.B.). Bei diesem Anschlag ist mehr Lautstärke zu erreichen als beim freien Anschlag. Die Hand ist etwas angespannter. Daumenanschlag: Freier Anschlag (bei fortlaufendem Tremolo mit Anschlag von Parallelsaiten besser) und für das Training. Gestützter Anschlag: Bei „klassischem“ Tremolo, dabei wird durch den lauten Daumenanschlag die „Pause“ der Fingeranschläge überdeckt. Bei geübten Daumenspielern wird die Handspannung etwas erhöht und dadurch auch die Lautstärke der Fingeranschläge. Alle Tremoloarten erfordern ewig langes Üben und auch nach Erreichen der eigenen Grenze immer weiteres Üben, um den Stand zu halten. Wer diese Technik nicht unbedingt lernen will (oder muß), sollte sich das vorher gut überlegen. Ein Tremolo mit 3 oder 4 Fingern ist eine der schwierigsten Techniken beim Gitarrespielen! Achtung . Nebenwirkung. Tremolospielen macht süchtig. Alle Beispiele sind in einfacher Form ausgeführt. Kompliziertes Beiwerk zum späteren Zeitpunkt! Beispiel 101 3er Tremolo Reihenfolge i m i und p i m i Auf 2. Saite angeschlagen, erst mit den Fingern gleichmäßige Schläge, dann mit Daumen auf der 2. Saite. Daumen dabei betont. Zum Schluß mit Daumenanschlag auf niedrigerer Saite. So kann auch das Training gemacht werden. Das Training ohne Daumen ergibt später ein runderes Tremolo. Es kann auch ein fortlaufendes Tremolo ima mit Daumenanschlag auf m gespielt werden. Dabei sind Stützanschläge möglich. Training logischerweise wie 104. Beispiel 102 4er Tremolo Reihenfolge i m a i und p i m a i Auf 2. Saite angeschlagen, kurz mit leichtem Staccatoanschlag, danach frei. Erst mit Fingern gleichmäißge Schläge, dann mit Daumen (betont) auf 2. Saite angeschlagen- zum Schluß mit Daumen auf niedrigerer Saite. Isoliertes Anschlagen (Wechselschlagübung, z.B.) mit i und a bringt ein runderes Tremolo. Auch hier kann die Reihenfolge beim Training genau so aussehen. Das Training auf der 2. Saite mit Daumen (kann zu Not auch mit Stützanschlag des Daumens trainiert werden) gibt später viel Freiheit beim Spielen auf Nachbarsaiten. Beispiel 103 5er Tremolo Reihenfolge i m a q i und p i m a q i (q für kleiner Finger) Auf 2. Saite angeschlagen, Übung wie vor, mit Daumen auf 2. Saite üben. Hierbei den Reflex von q auf i eventuell isoliert üben, um Gleichmäßigkeit zu bekommen. Sonst wie vor. Beispiel 104 fortlaufendes Tremolo Reihenfolge i m a q und i mp a q Anfang mit i und nach q erfolgt wieder i. Beim 5er Tremolo schon geübt, fällt das Umschalten zwischen q und i leicht. Sobald ein rundes Tremolo mit i m a q läuft, Daumen beim Mittelfingeranschlag hinzufügen. Das ergibt ein richtig rundes Tremolo- ideal für Recuerdos. Üben auf der 2. Saite mit Daumenanschlag auf der 3. verhindert spätere Platzangst bei Spielen auf Nachbarsaiten. Nebeneffekt möglich: Wenn der Mittelfinger zu kräftig anschlägt, Tremolo ganz langsam spielen und einzelne Finger abwechselnd betonen: 2 Durchgänge i betonen, 2 mit m usw. Das kann auch bei den vorherigen Übungen gemacht werden, um die Finger alle auf eine Anschlagskraft zu bringen. Übungsvarianten: Einen Anschlag versetzt betonen. Beim 4er Tremolo auf 5 zählen und jeden 5. Anschlag betonen. Bei den anderen Übungen ähnlich verfahren. Alle Fingeranschläge angelegt üben. Dadurch wird der einzelne Abzug besser trainiert (Synchron-training) und die Hand lockerer gehalten. Danach sollte die vorherige Übung mit freiem Anschlag besser laufen. Alle Anschläge langsam und mit größtmöglicher Lautstärke spielen. Einen Durchgang leise und den folgenden laut anschlagen. Daumenanschlag auf der 4. Saite. Mit den Fingern 1 Durchgang auf der 3, dann 2., dann 1.Saite. Die weiteren Varianten wie Mehrsaitentremolo oder Tremolo mit Melodieanschlag im Buch Sportliches Gitarrespielen! Winni |
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