Oder warum in einer Gitarre ein Wolf wohnen kann.
Wenn man sich durch die Musikerforen bewegt, stößt man immer wieder auf den Begriff der "Resonanz". Und stellt dabei fest, daß der Begriff leider recht oft eher falsch angewendet wird. Gerade in Bezug auf die klanglichen Eigenschaften von Instrumenten, insbesondere der Gitarrendecken. Daher soll hier einmal der Frage nachgegangen werden, was sich eigentlich hinter diesem Ausdruck verbirgt. Was ist das, eine "Resonanz"?
Fangen wir mir dem Begriff an: "Sonare" ist Lateinisch und heißt soviel wie "tönen, "erklingen". Aber auch "reden" oder "rauschen". Von lat. "Sonare" leiten sich auch solche Begriffe ab wie "sonor", für eine voll tönende Stimme. Aber auch das Französische "le son" für "der Ton" kommt daher. Selbst ein Begriff wie "eine Per-son" leitet sich wahrscheinlich aus "Sonare" her. Die Vorsilbe "Re" wird im Lateinischen immer dann angewendet, wenn etwas "zurück" kommt, zurückgeführt wird oder in irgendeiner Weise auf etwas "antwortet". Man kennt solche Begriffe wie re-tour, Re-sozialisation, re-agieren, re-bellieren (wörtl. "den Krieg beantworten") oder das Französische "ré-pondre" bzw. Englische "to res-pond" für "antworten" (wörtl. "zurücklegen").